Ein Tag in Maastricht
- nora

- 12. Juli 2024
- 5 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 10. Nov. 2024
Zwischen Kopfsteinpflaster, romantischen Gassen, Oranje-Fußball Feeling & Bitterballen.
Ca. 2 Stunden von Köln entfernt liegt die hübsche, niederländische Stadt Maastricht. Da ich 6 Jahre lang in Aachen gewohnt habe, was quasi direkt nebenan liegt, war ich bereits oft dort. Auch wenn die Niederlande teilweise nur wenige Minuten von der deutschen Grenze entfern liegen, bekommt man doch direkt ein ganz anderes Feeling, sobald man holländischen Boden betritt. Was mir immer direkt einfällt ist: süß, gemütlich, entspannt. Kommt mit für einen Tag nach Maastricht.

Der Marktplatz von Maastricht bei wunderschönem Sonnenschein. Das Bild habe ich tatsächlich von pexels.com also nicht selbst gemacht, weil bei uns leider zu Beginn die Sonne nicht so schön schien.
Inhaltsverzeichnis
An- und Abreise
Morgens ging es für mich erstmal mit dem Zug von Köln nach Mönchengladbach, weil ich dort eingesammelt wurde. Mit dem Zug dauert es aber ansonsten von Köln ca. 2 Stunden und man muss nur einmal umsteigen. Achtung, ab den Niederlanden, muss man sich natürlich um ein separates Ticket kümmern. Das geht am besten bei thetrainline.
Eine Anfahrt mit dem Auto ist natürlich ebenfalls möglich. Wir sind dann auf dem Parkplatz Stadspark angekommen, der wirklich eine super Lage hatte. Nach ca. 10 Minuten Fußweg, ist man eigentlich auch schon direkt im Geschehen: mittelalterliche Burgmauern, Torbögen, Kopfsteinpflaster und die typisch, holländischen, kleinen, schmalen Häuschen.
Der Bahnhof liegt auch sehr zentral. Zu Fuß marschiert man aus dem Bahnhof praktisch geradeaus direkt auf die Altstadt zu.
Fortbewegung vor Ort & Hard Facts
Maastricht liegt in der niederländischen Provinz Limburg, wenige Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Jedes Mal, wenn ich in Holland bin, frage ich mich, wieso ich nicht öfter hier herkomme.
Überall gibt es hübsche Boutiquen, Interieur Läden, Häuserfassaden, leckeres Essen und die Holländer haben so eine entspannte, nette Art an sich, die man einfach mögen muss.
Vielleicht ist man, nahe der Grenze aufgewachsen, auch ein bisschen beeinflusst, ich bin auf jeden Fall begeistert.
So wie in vielen niederländischen Städten ist auch in Maastricht das Fahrrad ein sehr beliebtes Verkehrsmittel. Ich weiß nicht, ob es an der Nähe zu Deutschland liegt, aber hier findet man noch vergleichsweise wenig Fahrräder. Da Maastricht mit 60,13 Quadratkilometern und ca. 125.00 Einwohnern keine riesige Metropole ist, lässt sich alles super gut zu Fuß erreichen. Wir sind sogar mehrmals durch viele Straßen und Gassen gelaufen, was aber gar nicht schlimm ist, weil man immer etwas Neues entdeckt. So geht es also zu Fuß los: Anders geht es eigentlich auch gar nicht, da die komplette Altstadt autofrei ist, was ich sehr angenehm finde.
Hier kommt man nach ca. 5 Minuten fußläufig vom Parkplatz aus hin. Bezaubernd oder?
Stadtrundgang
Wir haben unseren Rundgang wie gesagt, am Stadspark-Parkplatz gestartet. Direkt neben dem Parkplatz beginnt der malerische Park: Eine grüne Oase und der perfekte Auftakt für den Start in den Tag in der Stadt. Noch einmal tief durchatmen, bevor es voller und trubeliger wird.
Unser erster Stopp ist De Pindakaaswinkel, wo wir uns direkt eine kleine Stärkung gönnen. Hier kann man verschiedene Sorten köstlicher Erdnussbutter probieren – ein wahres Geschmackserlebnis! Mit gestärktem Magen und einem Erdnussbutterglas reicher geht es weiter zum Vriijthof, dem pulsierenden Herzen von Maastricht. Hier ziehen die majestätische Sint-Servaasbasiliek und die Sint-Janskerk mit ihrem markanten roten Turm alle Blicke auf sich. Hier ist die historische Atmosphäre der Stadt zu spüren.
Nur einen Katzensprung entfernt erwartet uns ein besonderes Highlight: der Boekhandel Dominicanen. Diese atemberaubende Buchhandlung befindet sich in einer ehemaligen Kirche und bietet eine einzigartige Mischung aus Literatur und Architektur. Die hohen Decken und bunten Glasfenster schaffen eine unvergleichliche Atmosphäre, in der man stundenlang stöbern könnte.
Nach unserer literarischen Pause geht es weiter zum Stadhuis, dem prächtigen Rathaus von Maastricht, das sich auf dem Markt befindet. Hier findest auch regelmäßig ein Markt statt, der wirklich sehenswert ist. Sei es einfach nur zum Beobachten der sympathischen Holländer, die ihre Einkäufe erledigen oder zum Entdecken diverser, lokaler Köstlichkeiten. Aber später dazu mehr.
Bevor wir weiterziehen, empfehle ich einen kurzen Abstecher zum charmanten Blumenladen auf der Boschstraat. Leider habe ich den genauen Namen nicht mehr im Kopf und finde ihn nicht auf Google Maps. Er befindet sich aber keine 5 Minuten vom Stadhuis, direkt neben dem Restaurant Levantini. Hier kannst du nicht nur wunderschöne Blumen kaufen, sondern auch einen köstlichen Kaffee genießen und dabei das bunte Treiben auf der Straße beobachten.
Ein wichtiger Tipp für deinen Tag in Maastricht: Probiere so viel wie möglich! Die Stadt ist bekannt für ihre vielfältige Gastronomie. Ob herzhafte lokale Spezialitäten, süße Leckereien oder exotische Gerichte – lass dich von den vielen Geschmacksrichtungen überraschen. Da Maastricht eine überschaubare Größe hat, reicht 1 Tag auf jeden Fall aus, um diese Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Weitere Tipps findet ihr z.B. hier: https://www.besuchemaastricht.de/
Viel Spaß beim Erkunden!
Das Stadhuis, der Boekhandel Dominicanen & ein hübscher Blumenladen.
Kulinarik
Ich würde sagen die niederländische Küche ist nicht gerade international bekannt. Dennoch gibt es Highlights und verdeckte Leckereien, die man unbedingt probieren sollte. Stichwort probieren: Das ist mir in Maastricht sehr positiv aufgefallen: In fast jedem Geschäft oder Marktstand, kann man Dinge kostenlos kosten.
Besonders bekannt sind holländische Käsesorten wie Maasamer oder Beemster. Ich als Käsefan hab mich da am Käsestand ordentlich durch gesnackt. Außerdem gab es noch Stroopwafels und diverse ausgefallene Sorten an Erdnussbutter.
Was ich wirklich empfehlen kann, sind vegane Bitterballen. Und ja: ihr habt richtig gehört. Normalerweise sind das frittierte Fleischbällchen, aber wir haben die vegane Variante probiert, welche mit Kartoffelpüree und Spinat gefüllt war und es war so unglaublich lecker. Dazu hatten wir dann noch Brot mit verschiedenen Dips und Salat.
Das Essen ist nichts Weltbewegendes aber in Maastricht gibt es unzählige hübsche Cafés mit wirklich gutem Kaffee und Kuchen. Frisch gebackene Backwaren in traditionellen Bäckereien und der große Markt hat auch eine große Auswahl an typisch niederländischen Speisen wie Poffertches, diverse Käsesorten oder Kippeling. Mit hungrigem Magen anzureisen lohnt sich also auf jeden Fall, dennoch gibt es natürlich weitaus mehr zu bieten.
Nach der Reihenfolge: vegane Bitterballen, Poffertjes, frisch gebackener Apfelkuchen, Erdnussbutter, Käsestand auf dem Markt, Stroopwafels
Meine persönlichen Tipps
Meine persönlichen Highlights in Maastricht zusammengefasst:
Klingt unspektakulär, ist aber tatsächlich eines der schönsten Sachen, die man in Maastricht machen kann: durch die kleinen, süßen Gassen in der Altstadt schlendern & hübsche Läden entdecken
Frische Stroopwafels bei Dunkin Donuts (gibt es bestimmt auch woanders)
Durch den Käsestand am Marktplatz probieren
Ausgefallene Erdnussbuttersorten bei De Pindakaaswinkel probieren und kaufen
Blumenladen & Café in einem auf der Boschstraat
Vegane Bitterballen bei Pike Potloed
Fazit
Wenn man keine lange Anreise hat, kann ich Maastricht für einen Tagesausflug definitiv empfehlen. Wenn man länger als 2-3 Stunden unterwegs ist, würde ich tatsächlich in größere niederländische Städte fahren, die mehr zu bieten haben. Dennoch ist es wunderschön die entspannten sympathischen Holländer zu beobachten, wie sie auf dem mittelalterlichen Markt ihre Einkäufe erledigen, draußen sitzen oder sich bei Hema mit Deko eindecken und danach noch Bitterballen im Speisebereich zu sich nehmen.
Außerdem kann man sich richtig gut von Café zu Café durchprobieren und an allen möglichen stellen mit holländischen Spezialitäten eindecken. An vielen Stellen gibt es tolle, super schöne und kreative Lokale oder Läden zu entdecken.
Eine Sache die Holländer uns voraus haben: die Kombination aus verschiedenen Geschäftsmodellen in einer Location. So findet man hier z.B. super oft Interieur oder Pflanzenläden mit integriertem Café. Sowas finde ich immer toll!


























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