Kochkurs in Chiang Mai
- nora

- 12. Juli 2024
- 7 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 10. Nov. 2024
Die ultimative Thai Erfahrung für alle foodies!
Die thailändische Küche ist eine der beliebtesten weltweit: frische Zutaten sowie intensive Gewürze und Kräuter lösen wahre Geschmacksexplosionen aus. Und so wollten auch wir wissen, wie die typischen Gerichte wie "Pad Thai”, “Papaya Salat” oder “Mango Sticky Rice” eigentlich zubereitet werden. Ich nehme euch mit und berichte von unserem Kochkurs in Chiang Mai. Definitiv eine tolle Erfahrung!

“Mango Sticky Rics” ist ein typisches Dessert in ganz Thailand. Hier haben wir eine süße und eine salzige Variante kreiert und den Reis mit Hilfe von Blüten blau gefärbt - einfach nur eine Augenweide, oder?
Inhaltsverzeichnis
Warum eignet sich Chiang Mai so gut für einen Kochkurs?
Chiang Mai ist eine Provinz im Norden Thailands, die gleichnamige Stadt ist ihre Hauptstadt. Mit dem Nachtzug 12 Stunden von Bangkok entfernt, erreicht man Chiang Mai am frühen Morgen. Es gibt ebenfalls einen gut angebundenen Flughafen. Ich kann den Nachtzug aber definitiv empfehlen.
Kleiner Tipp: Zieht euch bitte feste Schuhe an und passt bei den Toilettentüren auf: Ich hatte nur Schlappen an und habe mir dann durch das ruckeln und wackeln ziemlich den Fuß verletzt, sodass die ersten Tage des Urlaubs erstmal unschön waren und ich aufpassen musste, dass sich die offene Wunde nicht infiziert. Das aber nur am Rande. Wenn man feste Schuhe trägt, sollte das nicht zum Thema werden.
Chiang Mai hat zwar keinen Strand, aber definitiv super viel zu bieten. Es gibt sehr viele Outdooraktivitäten, Elefanten Retreats und vieles mehr (hier bitte unbedingt gut recherchieren, ich würde es mittlerweile nicht mehr machen, da man nie 100 % sicher sein kann, ob die Tiere wirklich frei sind und gut behandelt werden). Ein weiterer elementarer Attraktivitätsfaktor ist hier die nordthailändische Küche.
Ob ein frischer Papaya Salat (Som Tum), der wirklich mein absoluter Favorit war, das klassische Pad Thai, To Zab, ein scharfes Thai Curry oder der unglaublich leckere Mango Sticky Rice. Chiang Mai ist für mich einer der am besten geeignetsten Orte in Thailand, um einen Kochkurs zu machen, weil hier die Küche sehr gut sowie sehr günstig ist, die Dichte an Kochschulen hoch und somit auch die Qualität der Kurse gewährleistet ist. Man kann sicher auch woanders einen guten Kurs finden, für mich war das aber definitiv die beste Wahl. Zudem hat die Aktivität sehr gut in unseren Zeitplan gepasst, weil er ca. vier Stunden gedauert hat und wir noch genau einen halben Tag zur Verfügung hatten.
Welche Anbieter gibt es & für welchen haben wir uns entschieden?
Diese Frage lässt sich recht simpel beantworten: Ich habe ja bereits erwähnt, dass die Dichte an Kochschulen in Chiang Mai echt hoch ist. Somit haben wir gar nicht groß gegooglet, sondern einfach in unserem Hostel in einen der unzähligen Flyer geschaut und ich habe mich für den entschieden, welcher mich am meisten ansprach.
Zugegeben: Das muss nun wirklich nichts heißen und kann auch ganz schön nach hinten losgehen. Generell haben wir uns bei Restaurant/ Unterkunftsauswahl immer auf Google oder booking Bewertungen verlassen. So auch hier: Wir haben kurz bei Google gecheckt, wie der Anbieter bewertet ist und dann einfach gebucht. Ich kann mir auch vorstellen, dass das Programm recht ähnlich ist. Ich kann euch aber Passion Food – Thai Cooking School wirklich besonders ans Herz legen.
Wie läuft der Kochkurs genau ab?
Man kann entweder den Morgen- oder den Abendkurs wählen, wir haben uns für Ersteres entschieden. Außerdem soll man sich ebenfalls, bei der Buchung bereits für die Gerichte, die man kochen will, entscheiden.
Es gibt die vier Kategorien „Appetizer“, Stir Fry“, „Soup“, „Curry“ aus denen man sich dann jeweils ein Gericht aussucht, sowie ein Dessert und einen Thai Tea. Alle Gerichte kann man auch vegetarisch und vegan machen. Das liebe ich einfach sooo sehr an der Thai Küche! Es ist so easy und lecker sich hier pflanzlich zu ernähren.
Sobald man den Kurs und seine Gerichte ausgewählt und gebucht hat, muss man nur noch zur angegebenen Zeit an der Location erscheinen. Angekommen lernt man die anderen Teilnehmenden kennen. Bei uns war es eine nette, neuseeländische Familie. Sobald alle da sind, geht es auch schon los. Aber erstmal geht es auf den Markt. Richtig! Auch das finde ich einfach einen echten Benefit und super interessant: Man schaut den Locals quasi dabei zu, wie sie ihre Zutaten einkaufen. Die Guides geben dann zu vielen Zutaten interessante Hintergrundinfos und erklären, wofür man was genau braucht. Ich habe mir direkt Papaya Samen gekauft, die ich dann in Deutschland zu Hause einpflanzen möchte, damit ich auch leckeren Papaya Salat machen kann. Ich fand es echt cool, dass das auch noch mit in dem Kurs enthalten war. So hat man die ganze Koch Experience dabei. Einige Zutaten wurden dann aber doch bereits vorher geholt, was wir dann bemerkt haben, als wir wieder in der Kochschule waren.
Zurück in der Kochschule ging es erstmal noch in den heimischen Garten. Dort wurden uns noch einige Kräuter und Gemüse, welches dort angepflanzt wird, gezeigt.
Jeder Teilnehmende erhält dann ein Messer und ein Holzbrett zum Schneiden. Unser Kochmeister, so nenne ich ihn jetzt einfach mal, hat dann immer nach unseren gewählten Gerichten gefragt und alles erstmal erklärt. Meistens hatten auch so ca. 2 Personen immer das gleiche Gericht gewählt, sodass man sich zur Not nochmal abstimmen konnte. Und los ging das große Schnibbeln.
Ich muss zugeben, dadurch dass wir ca. 10 Leute waren und teilweise 4 bis 5 verschiedene Gerichte zubereitet wurden, war es manchmal etwas chaotisch, aber es hat riesig Spaß gemacht. Man konnte immer alles nachfragen und hat auch hilfreiche Tipps bekommen. Es wurde immer gleichzeitig vorbereitet und dann sind alle gemeinsam mit den geschnittenen Zutaten zu den Woks und Kochstationen gegangen und haben dann das Feuer angeschmissen.
Nach fast jedem Gang wurde das gerade frisch gekochte dann zum Glück direkt verzehrt, was ich einerseits total gut fand, andererseits konnte man so natürlich einige Gerichte nicht gaaaaanz so lange genießen, aber dennoch auf jeden Fall die bessere Variante, als bis ganz zum Ende zu warten und dann alles auf einmal zu essen.
Manchmal gab es dann auch Teamwork, z.B. beim Erstellen und Mahlen der Currypaste.
Auf den ersten beiden Bildern ist der Markt, den wir vorab besucht haben und einige Zutaten eingekauft haben. Rechts bin ich "in Action".
Zutaten & Gerichte
Wie bereits oben erwähnt, gibt es vier verschiedene Kategorien, aus denen man sich ein Gericht aussuchen kann, welches man kochen wird. On top gab es als Dessert den Mango Sticky Rice und einen Thai Tea.
Ich habe bei allen Gerichten die vegetarische Variante gewählt, die dann jeweils mit Tofu zubereitet wurde oder oft wird auch gar kein Fleisch verwendet. Als Vorspeise gab es bei mir natürlich den Papaya Salat (Som Tum), den ich während des Urlaubs quasi täglich bestellt habe. Ich wollte unbedingt wissen wie man diesen frischen, leckeren süßsauren Geschmack hinbekommt. Und eigentlich sind es auch nur wenige Zutaten: Papaya, Karotte, Chili, Knoblauch, Nüsse, lange Bohnen, Tomate, Limette und die Saucen. Mehr will ich natürlich nicht verraten. Neben dem Salat gab es aber z.B. auch die Möglichkeit Frühlingsrollen, oder frische Sommerrollen, in Deutschland nennt man sie glaube ich Sommerrollen, zu kreieren. Ich habe eine probiert und oh mein Gott! Ich bin eigentlich nicht so der Fan, aber so frisch zubereitet ein absolutes Highlight.
Als Hauptgang habe ich mir das klassische Pad Thai ausgesucht, welches Jeder auf jeden Fall mal probieren sollte. Das bekommt man auf Märkten im Norden teilweise schon für 40 Baht also ca. einem Euro.
Was ich auch super lecker fand, war Hot Basil Stir-Fry. In Thailand schmeckt das Basilikum viel frischer und minziger als bei uns. Gemixt mit Ei, Reis und Hühnchen einfach ein Genuss.
Wir haben außerdem gelernt wie man Curry Paste selbst herstellt. Auf jeden Fall ein anstrengendes Unterfangen sage ich euch. Die Locals haben dann auch zugegeben, dass man das mittlerweile kaum noch selber macht, sondern fertig gemahlen auf Märkten kauft. Ich bin leider nicht so der größte Curry Fan, dennoch habe ich probiert und fand es echt gut. Hier, wie bei allen Gerichten in Thailand, auf jeden Fall bei der Schärfe aufpassen und am Anfang erstmal „Little Spicy“ bestellen.
Danach war der Bauch auf jeden Fall schon gut gefüllt, aber eine Sache hat noch gefehlt und die hatte es geschmackstechnisch in sich. Mango Sticky Rice ist ein typisches Dessert in Thailand. Ich war wirklich zunächst etwas skeptisch, weil ich gar nicht auf Reis in Kombination mit Süßem stehe. Man muss den Reis auf bestimmte Art zubereitet, damit er so zusammen klebt. Es gibt eine süße und eine salzige Variante. Neben dem geschmacklichen Highlight gab es definitiv auch ein optisches: Es sah so unglaublich schön aus, wie die Mango aufgeschnitten und alles mit lokalen Blumen dekoriert wurde. Zuletzt haben wir uns noch einen Thai Tee gemixt. Hier nimmt man einfach abgekühlten Schwarztee und mixt diesen mit Kondensmilch und Eis. Sehr erfrischend, süß und unglaublich lecker.
Von links nach rechts: Papaya Salat & Hot Basil Stir-Fry, die fertig gemahlenen Curry Powders & Zutaten, Tom Yum Kung, Tom Kha, Mango Sticky Rice & Thai Tea
Fazit
Generell fand ich es erstaunlich, wie wenig Gewürze wie beispielsweise Salz, man in der thailändischen Küche verwendet und stattdessen wenige, intensive Zutaten wie Chili, Knoblauch oder Zitronengras und vor allem die Saucen den Geschmack abrunden. Was ich ebenfalls total toll fand, war, dass die Guides uns fast bei jedem Gericht erklärt haben, welche Zutaten man als Alternative verwenden kann, wenn es diese im Heimatland nicht gibt.
Im Allgemeinen haben sie wirklich alles sehr gut und verständlich erklärt und gezeigt. Jeder Teilnehmer hatte eine eigene Kochstation, was ich ebenfalls sehr gut fand.
Ab und zu war es zwischendurch etwas chaotisch/ schwierig zu folgen, weil es so viele verschiedene Gerichte gab, die gleichzeitig gekocht wurden.
Mein Fazit ist aber definitiv, dass ich den Kochkurs empfehlen kann, es super lecker war, richtig Spaß gemacht hat und am Ende bekommt auch jeder noch ein Heft, in welchem super übersichtlich alle Zutaten und Rezepte drin stehen.
Das Ganze hat 4 1/2 Stunden gedauert und für alles zusammen (inklusive Getränken und allen Mahlzeiten) haben wir 25 Euro pro Person bezahlt. Das ist einfach unschlagbar und ein top Preis-Leistungsverhältnis.
Worauf wartet ihr? Bucht am besten sofort euer Ticket nach Thailand und wenn ihr in Chiang Mai seid, macht einen Kochkurs!



















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